Jeder Schweißer möchte ein Werkstück gleich beim ersten Mal richtig fertigen. Das ist selbstverständlich – schließlich plant niemand Nacharbeiten oder zusätzlichen Aufwand ein. Trotzdem kommt es in vielen Werkstätten täglich vor, dass ein fertiges Bauteil erneut vermessen, korrigiert, gerichtet oder nachgeschliffen werden muss. Und das Interessante daran: Sehr oft liegt das Problem gar nicht am Schweißen selbst.
Die Ursache solcher Nacharbeiten entsteht viel früher – noch bevor der erste Lichtbogen gezündet wird. Manchmal wurde das Werkstück nicht richtig positioniert. Manchmal fehlt eine geeignete Abstützung oder es wird einfach die erstbeste Spannzwinge verwendet, weil „es ja nur für einen Moment ist“. Solche Dinge wirken unbedeutend, können später aber deutlich mehr Zeit kosten als die eigentliche Vorbereitung des Arbeitsplatzes.

Eile rächt sich meist doppelt.
Jeder, der in der Produktionshalle arbeitet, kennt diesen Moment. Es gibt viel zu tun, der Termin rückt näher, und so entsteht die Versuchung, die Vorbereitung des Arbeitsplatzes etwas abzukürzen.
„Das ist doch nur ein Bauteil.“
„Das hält schon.“
„Falls nötig, korrigiere ich es später.“
Das Problem ist, dass dieses „später“ schneller kommt, als man denkt.
Das Werkstück verschiebt sich leicht, der Winkel stimmt nicht mehr ganz, und die Maße müssen erneut überprüft werden. Manchmal reichen schon wenige Millimeter Unterschied aus, damit die gesamte Konstruktion nachgearbeitet werden muss. Genau dann zeigt sich, dass fünf Minuten, die man am Anfang gespart hat, am Ende zwanzig Minuten Nacharbeit bedeuten.
Oft heißt es, dass die richtige Ausstattung des Arbeitsplatzes die Arbeit beschleunigt. Das stimmt, aber darum geht es nicht allein. Der größte Vorteil guter Werkzeuge besteht darin, dass sie helfen, Fehler zu vermeiden. Ist das Werkstück sicher gespannt, verändert es während der Arbeit seine Position nicht. Sind Winkel und Anschläge korrekt eingestellt, entstehen die nächsten Bauteile auf die gleiche Weise. Und wenn alles stabil ist, muss man deutlich seltener zu einem bereits fertigen Werkstück zurückkehren. Deshalb bietet GPPH sowohl einzelne Werkzeuge als auch komplette Werkzeugsätze an. Nicht jeder braucht sofort Dutzende von Zubehörteilen. Manchmal reicht es aus, nur einige Elemente nachzukaufen, die am Arbeitsplatz tatsächlich fehlen. Wer einen neuen Arbeitsplatz einrichtet, entscheidet sich dagegen häufig für fertige Werkzeugsätze.

Zur Auswahl stehen Sets für Schweißtische der Serien EXPERT, PRO, PLUS und ECO sowie für die wirtschaftliche Serie SMART. Sie sind in mehreren Varianten erhältlich, sodass sich problemlos das passende Set für den Umfang der Produktion und den Arbeitsalltag auswählen lässt. Wichtig ist, dass die Sets nicht zufällig zusammengestellt wurden – sie enthalten die Werkzeuge, die Schweißer am häufigsten verwenden. Dadurch kann nach dem Auspacken praktisch sofort mit der Arbeit begonnen werden.
Der Schweißtisch ist erst der Anfang.
Selbst die besten Werkzeuge helfen nicht, wenn die Grundlage ein schlecht vorbereiteter Arbeitsplatz ist. Der Schweißtisch bildet den Bezugspunkt für den gesamten Arbeitsprozess. Von ihm hängt ab, ob das Werkstück stabil liegt, ob es sich leicht spannen lässt und ob sich weitere Bauteile auf die gleiche Weise vorbereiten lassen. Werden in der Werkstatt häufig ähnliche Konstruktionen gefertigt, lohnt es sich, auch über Lösungen nachzudenken, die eine schnellere Vorbereitung des Arbeitsplatzes ermöglichen. Ein gutes Beispiel ist das Slide System. Dank des Schienensystems lassen sich Tische und Auflagen schnell verschieben und genau dort positionieren, wo sie benötigt werden. So muss nicht jedes Mal alles von Grund auf neu eingerichtet werden – und gerade in der Serienfertigung macht das einen echten Unterschied.

Nacharbeit kostet mehr, als man denkt.
Meist betrachten wir nur die Zeit, die für die Nacharbeit eines Bauteils benötigt wird. Das ist jedoch nur ein Teil der Kosten. Hinzu kommen die erneute Vorbereitung des Arbeitsplatzes, die Belegung des Schweißtisches, der Verbrauch von Material und Energie sowie natürlich die Arbeitszeit des Mitarbeiters. Je häufiger solche Situationen im Laufe einer Woche auftreten, desto größer sind die Verluste – auch wenn sie auf den ersten Blick gar nicht sichtbar sind.
Deshalb konzentrieren sich immer mehr Unternehmen nicht darauf, schneller zu schweißen, sondern die Zahl der Nacharbeiten zu reduzieren. In der Praxis lässt sich hier meist die meiste Zeit einsparen.
Ein gut vorbereiteter Arbeitsplatz zahlt sich einfach aus.
Nacharbeiten lassen sich nie vollständig vermeiden. Es wird immer Situationen geben, die sich nicht vorhersehen lassen. Diejenigen, die durch Eile oder einen schlecht vorbereiteten Arbeitsplatz entstehen, können jedoch deutlich reduziert werden.
Ein stabiler Schweißtisch, passend ausgewählte Werkzeuge, eine durchdachte Spannmethode und eine gute Arbeitsorganisation machen es deutlich einfacher, ein Werkstück gleich beim ersten Mal korrekt zu fertigen. Genau darum geht es. Nicht darum, um jeden Preis schneller zu schweißen, sondern keine Zeit mit der Nacharbeit von Dingen zu verlieren, die sich von Anfang an hätten vermeiden lassen.